Terra preta mit Kompostgruben

Heute will ich Euch schreiben, wie ich in relativ kurzer Zeit meinen Boden tiefgründig in Terra preta umwandeln kann.

Wenn man Pflanzenkohle in den Kompost mischt, bekommt man auch irgendwann die Zaubererde, aber das dauert sehr lange. Das liegt daran, dass ein guter Boden mindestens 7 Liter Pflanzenkohle pro Quadratmeter braucht. Dafür muss man dann z.B. 70 Liter Kompost auf den Quadratmeter verwenden. Bis man soviel Kompost im Garten verteilt hat, braucht es dann seine Zeit.

Terra preta in Kompostgruben
Terra preta in Kompostgruben

Kompostgruben anlegen

Deshalb bin ich dazu übergegangen, die Kompostierung direkt an Ort und Stelle in einer Grube zu machen. Ich grabe ein Loch, das eine Fläche von etwa 40 x 40 cm Fläche und einen halben Meter Tiefe hat. In dieses Loch kommen die Abfälle, gemischt mit der Pflanzenkohle. Das Gemisch stampfe ich dann noch, damit es nicht aerob verrottet sondern fermentiert. Das ist ein Tipp von Caroline Pfützner in Ihrem Buch “Natürlich gärtnern mit Terra preta“.

Während ich das Material sammle, decke ich das Loch zur Sicherheit mit der Gehwegplatte ab, die Ihr vorne auf dem Bild seht.

So kommt ganz von alleine die Pflanzenkohle in eine Tiefe bis zu 50cm und ich erreiche mit einem Schritt die empfohlenen 7 Liter Pflanzenkohle pro Quadratmeter.

Ernte vom Terra preta Beet

Nach meiner Erfahrung können die so angelegten Beetabschnitte nach ein paar Wochen schon mit Kartoffeln bepflanzt werden. Das sah im letzten Jahr dann so aus:

Kartoffeln in Terra preta
Kartoffeln in Terra preta

Ein Bild der Ernte von solch einem 40x40cm-Stück möchte ich Euch auch noch zeigen.

Kartoffeln vom Terra preta Beet
Kartoffeln vom Terra preta Beet

Ich habe von den kleinen Flächen, von denen ich im letzten Jahr nur wenige hatte, etwa 3 mal so viele Kartoffeln geerntet wie von den anderen Beeten. So kompostiere ich jetzt meine Abfälle ganz überwiegend in solchen Gruben und die Komposter nutze ich nur noch, um meine Balkonerde selber zu machen.

Schreibe einen Kommentar