Ein Mulch-Ratgeber

14 Tage hatte es vor dem letzten Wochenende bei mir nicht geregnet. Da kamen die ersten Pflanzen schon in Trockenstress und so etwa 600 Liter habe ich gegossen. Und es waren natürlich die Bereiche ohne Mulch, die am schnellsten unter Trockenheit gelitten haben. Der ausgiebige Regen am Wochenende hat die Regentonnen wieder gefüllt. Es ist nicht mehr so heiß und so habe ich das Mulchen nachgeholt. Über seine Wirkung, speziell was das Wasser speichern angeht, hatte ich hier schon einmal etwas geschrieben. Eine Schneebeere ist allzu üppig gewachsen und hat reichlich Zweige geliefert, um die Bohnen zu mulchen.

Blätter der Schneebeere als Mulch unter den Bohnen
Blätter der Schneebeere als Mulch unter den Bohnen

Mulch – grün oder braun

Die grünen Blätter haben dabei genug Stickstoff, so dass sie dem Boden keinen Stickstoff entziehen, wenn sie sich zersetzen. Das gilt generell für die “grünen” Materialien. Die zersetzen sich dafür allerdings schneller, so dass man öfter mulchen muss als bei den “braunen”, holzigen Stoffen. Die Zweige habe ich dabei nur grob zerkleinert, damit sie sich nicht so schnell zersetzen. Bei braunen Stoffen ist es nötig, zu düngen, besonders wenn es um Starkzehrer wie Kartoffeln oder Tomaten geht. Das kann man zum Beispiel mit Brennnesseljauche oder mit anderen stickstoffhaltigen Materialien machen.

Schreddern, ja oder nein?

Schreddern macht viel Arbeit und dadurch zersetzt sich das Material schneller. Das sollten Sie also nur machen, wenn die Pflanzenteile wirklich zu grob (dicke Äste) sind oder wenn die Pflanzenteile, die zum Mulchen dienen sollen, sehr wuchsfreudig sind (zum Beispiel Hartriegel oder Efeu). Sie könnten sonst Ihr Beet übernehmen. Ansonsten zerkleinern Sie es nur grob, damit die Zersetzung nicht ganz so schnell geht.

Was Sie bei Grasschnitt beachten sollten

Grasschnitt hat, wenn Sie ihn als Mulch verwenden, viel Stickstoff. Da brauchen Sie nicht zusätzlich düngen. Sie sollten ihn aber nicht zu dick auf die Beete aufbringen, dann neigt er bei Regen dazu, zu verschlämmen und sich unter Geruchsentwicklung zu zersetzen. Lieber öfter eine dünne Schicht auf den Gartenboden bringen! Und wenn es um Ihr Gemüsebeet geht, sollten Sie darauf achten, dass das Gras nicht schon geblüht und Samen gebildet hat. Sie werden sonst reichlich Gras aus Ihrem Beet zupfen müssen.

Ausführlich beschäftige ich mich mit dem Thema Mulchen in meinem Newsletter, der in der nächsten Woche erscheinen wird. Meine Abonnenten bekommen als Dankeschön für Ihr Interesse dann einen Ratgeber zum Mulchen im PDF-Format. Wenn Sie den Ratgeber bekommen wollen: Registrieren Sie sich, dann sind Sie in der nächsten Woche dabei!

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