Nässe – kostbar und manchmal lästig

Nässe im Mai - Apfelbaum

Es wird ein niederschlagsreicher Mai! In meinem Garten sind bisher 90 Liter pro Quadratmeter heruntergekommen und der Mai ist noch nicht zu Ende. Viele Gärtner kämpfen jetzt mit der Nässe. Ihr Gemüse gedeiht nicht, weil die Pflanzen es nicht vertragen, mit den Füßen im Wasser zu stehen. Dabei ist dieser Mai noch kein Extremereignis. In 2014 hat es noch ein bißchen mehr geregnet. Damals waren es 110 Liter auf den Quadratmeter. Welche Gärten vertragen Nässe und welche nicht? In meinem Garten ist der Boden nach all dem Regen feucht, aber er ist nicht nass. Woran liegt es, dass die einen Gärten bei derselben Regenmenge vernässen, während die Pflanzen in den anderen noch gedeihen? Da spielt sicherlich die Bodenart eine Rolle. Bei einem Sandboden kann das Wasser schneller versickern und sich unterirdisch wegbewegen. Ein anderer, ganz wichtigen Faktor ist die Bestandestranspiration. Da geht es um die Frage, wie viel Millimeter des…

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Mit Ollas pfiffig gießen

Ollas zum Bewässern selber bauen

In den letzten trockenen Jahren war es für viele Gärtner ein Problem, ihren Pflanzen genug Wasser zu geben. Mit Ollas kann man stattdessen seine Pflanzen sehr effektiv und zeitsparend bewässern. So braucht man weniger Wasser und kann mit dem Inhalt der Regentonne auch längere Trockenphasen überstehen. Eine Olla ist ein Tongefäß, das neben den Pflanzen im Garten eingegraben wird. Oben hat sie ein Loch, durch das man das Wasser einfüllt. Die Olla gibt dann das Wasser nach und nach an den Boden ab. So bekommen die Pflanzen auch in Trockenzeiten regelmäßig Wasser, und sie bekommen es direkt in ihrem Wurzelbereich. Die Verdunstung an der Bodenoberfläche, die dem Gärtner sonst einen guten Teil des kostbaren Wassers raubt, ist auf diese Weise minimal. Die Spanier haben das erfunden und Olla genannt, was auf deutsch einfach “Topf” heißt. Ollas selber bauen Diese Methode, seine Pflanzen pfiffig zu bewässern, wollte ich natürlich ausprobieren. Man…

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Wurzeln und Wasser

Wurzeln eines Ahornschößlings

Jetzt im Frühjahr wird mein Gartenboden trockener. Das liegt daran, dass weniger Regen fällt. Die Hauptursache ist aber, dass die Pflanzen jetzt für Ihr Wachstum sehr viel Wasser verdunsten. Jeder weiß, dass sie dieses Wasser über ihre Wurzeln aufnehmen. Wir wollen uns heute genauer anschauen, wie sie das machen. Eine wichtige Tatsache ist, dass die Wurzeln der Pflanzen, um Wasser und Nährstoffe aufzunehmen, auch Luft brauchen. Das liegt daran, dass sie in einer Symbiose mit einem Pilzgeflecht leben. Die Pflanzen versorgen die Pilze mit Zucker und bekommen von ihnen im Ausgleich die Nährstoffe in der Menge, die sie brauchen. Diese Symbiose heißt Mykorrhiza. Wurzeln brauchen auch Sauerstoff Wenn der Boden sehr nass ist, fehlt es in der Tiefe an Sauerstoff. Daher braucht die Pflanze für diese Situation ein Wurzelsystem knapp unter der Bodenoberfläche. Wenn es sehr nass wird, bildet sie sogar Luftwurzeln aus, die bis an die Oberfläche gehen. Aerotropismus…

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Waldgeister: Wasser ernten im Podcast

Die Waldgeister – ein Youtube-Kanal mit vielen Videos rund ums Thema Permakultur – haben mich gestern interviewt. Und danach war Daniel, der Waldgeist, schon fleißig. Das Video ist online.

Fast eine Stunde haben wir uns darüber unterhalten, was man für einen besseren Umgang mit Wasser alles tun kann. Viel Spaß beim Zuhören!

P.S.: Ich freue mich über weitere Interview-Anfragen.

Später Frost im Garten

Die Pflaume blüht trotz Schneeregen

Frost im Garten im April. In diesem Jahr hat er uns wieder erwischt. Die ersten Obstbäume blühen schon und so heißt es jetzt Daumen drücken, dass er nicht die Ernte reduziert. Ich glaube aber nicht, dass die Kälte dramatische Folgen haben wird. Ich habe einmal nachgeschaut, wie das Wetter vor einem Jahr war. Erinnert Ihr Euch noch? Da war es schon ausgesprochen warum. Bei uns am Niederrhein waren es um die 25°. Trotzdem sind solche späten Fröste nichts ungewöhnliches. Letztes Jahr gab es zu den ersten Apriltagen nachts sogar einen strengeren Frost als jetzt mit -3°. Deutlich ist der Unterschied zum letzten Jahr beim Niederschlag. Während im letzten Jahr die “Trockenzeit” bei uns Mitte März begann und dann bis in den Juni anhielt, fängt der April in diesem Jahr nicht nur mit Frost, sondern eher feucht an. Für meinen sandigen Gartenboden ist das ein großer Vorteil. Mit viel Mulch, Terra…

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Wasser ernten als E-Book

Nun ist es soweit. Alle Hürden, den Shop einzurichten, sind genommen. Sie können “Wasser ernten” jetzt auch als E-Book erwerben. Vorerst nur im PDF-Format, das EPUB-Format für Reader soll später folgen. Hier geht es zum Shop! Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und anschließend viel Erfolg bei Ihrem Wassermanagement im Garten!

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Frühling im Garten

Vor einem Monat lag noch der Schnee, aber nun ist endlich der Frühling im Garten. Wildkirsche und frühe Pflaume blühen und auch die Apfelbäume haben schon dicke Knospen. Das Wasser bringt die Pflanzen in Schwung Jetzt im Frühling beginnen die Pflanzen, das Wasser aus dem Boden zu holen und zu verdunsten. Nachdem das Jahr bei uns, was die Niederschläge angeht, leicht überdurchschnittlich begonnen hat, ist davon auch genug da. Schließlich hat es bei uns bis jetzt im ersten Quartal 2021 knapp 200 Liter auf jeden Quadratmeter geregnet. Möglichst viel von diesem Wasser habe ich im Boden gespeichert, statt es durch die Kanalisation wegfließen zu lassen. Wissen Sie, wieviel Wasser durch Blätter verdunstet? Es sind 70% der Wassermenge, die in Europa verdunstet! Dieses Wasser wird dann woanders wieder herabregnen, so dass dort die Pflanzen leben können. Wir Gärtner sind Regenmacher! Während ich auf die ersten Exemplare meines ersten Buches warte, sind…

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Regenwasser im Keller vermeiden

Früher hatte ich bei jedem stärkeren Gewitter Regenwasser im Keller. Mit Eimer, Putzlappen und ganz viel Arbeit wurde das Problem nach dem Unwetter gelöst. Lange hielt ich das für unvermeidlich. Es gehörte halt zum Leben dazu, dass einem alle paar Jahre der Keller vollläuft. Dann habe ich verstanden, was falsch läuft, wenn der Keller unter Wasser steht. Mit ein paar preiswerten Umbaumaßnahmen verschwand das Ärgernis endgültig. Wie das Wasser in den Keller kommt Dazu schauen wir uns an, wie die Kanalisation funktioniert. In den meisten Städten wird das Regenwasser zusammen mit dem Abwasser durch die Kanalisation zum Klärwerk geleitet. Bei Starkregen ist die Kanalisation dabei schnell überfordert. Dann gibt es einen Rückstau. Das Wasser drückt nun zurück in die Häuser. Um das zu verhindern, gibt es in den meisten Häusern einen Rückstauschutz, der das Rohr schließt. Ein Ventil verhindert so, dass das Abwasser ins Haus kommt und den Keller überflutet….

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Mit Terra Preta den Gartenboden verbessern

In meinem ersten Wasser ernten Video hab ich vorgeschlagen, den Gartenboden zu einem Schwamm umzugestalten. So kann er viel Wasser speichern. Heute geht es um ein Verfahren, mit dem man das machen kann. Terra Preta – das ist ein uralter, fruchtbarer Boden im Amazonasgebiet, den es dort eigentlich gar nicht geben dürfte. Dieser Boden trotzt der starken Erosion und ermöglicht gute Ernten. Zum Teil tut er das schon seit 5000 Jahren. Wenn es uns gelingt, einen Boden mit den Eigenschaften der Terra Preta bei uns zu schaffen, kann uns das bei unserem Umgang mit Regen und Trockenheit sehr helfen. Pflanzenkohle ist zentraler Bestandteil von Terra Preta Inzwischen ist gut erforscht, warum diese Böden so effektiv Wasser speichern können. In Terra Preta Böden ist Pflanzenkohle, eine spezielle Holzkohle. Für diese Pflanzenkohle gibt es inzwischen ein EBC-Zertifikat. Nach dem muss sie mindestens eine innere Oberfläche von 150 qm pro Gramm Material aufweisen….

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Mulch hilft dem Boden, Wasser zu speichern

Mit Mulch kann man die Wasserspeicherfähigkeit seines Bodens massiv erhöhen. Ein paar Zahlen zeigen, dass das noch wichtiger ist als das Wassersammeln in Regentonnen. Mein Garten hat einen sehr sandigen Boden. So ein Boden kann etwa 48 Liter Wasser pro Quadratmeter speichern. Bei meinem Garten sind das so ungefähr 11.000 Liter Wasser. Ein wirklich guter Boden kann die 4-fache Menge Wasser speichern. Da kommen also 33.000 Liter hinzu. In meinen Regentonnen speichere ich gleichzeitig maximal 1.800 Liter Wasser. Mulch ist ein wichtiger Faktor dabei, Ihren Boden zu einem guten Wasserspeicher zu machen. Halten Sie Ihren Gartenboden, wo immer es geht, mit Mulch bedeckt! Mulch ist verrottendes, organisches Material, mit dem man die nackte Erde bedeckt, um sie zu schützen. Dieses Material nimmt Wasser auf wie ein Schwamm. Deshalb gehört das Mulchen zu den wichtigsten Prinzipien beim achtsamen Umgang mit Wasser. Solches Material (Grasschnitt, Herbstlaub, Häckselgut) sollten Sie also keinesfalls entsorgen….

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