Der Sommer 2022 – eine Bilanz

Nun ist er wirklich vorbei. Es war schon ein besonderer Sommer. Ich glaube, so viel wie in diesem Jahr ist noch nie über Trockenheit und Dürre berichtet worden. Viel geregnet hat es in diesem Sommer wirklich nicht. Seit dem September ist der trockene Spuk vorbei, bei mir war es mit 118 Litern auf den Quadratmeter sogar der nasseste September der 14 Jahre, für die ich Daten habe. Nun ist es an der Zeit, eine Bilanz zu ziehen. Wir kommen also heute nicht umhin, uns ein wenig mit Zahlen zu beschäftigen. Wie schlimm war es denn wirklich? Dazu möchte ich diesen Sommer mit 2018 vergleichen. 2018 war in Deutschland das vierttrockenste Jahr der letzten gut 100 Jahre. Es war das trockenste Jahr, das ich bisher miterleben durfte. Nehmen wir zum Vergleich den Zeitraum, auf den es im Garten ankommt, von März bis August. Im Jahr 2018 gab es bei mir 210,1…

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Selbst geschaffene Trockenheit – was passiert bei Regen?

Trockenheit ist aktuell ein großes Thema. In den Medien gibt es Dokumentationen über die “Dürre in Europa“. Ein großer Sender widmete dem Thema eine Sondersendung. Die Trockenheit geht als Gespenst durch Europa. Nicht nur in den Medien nehmen wir das wahr. So verlieren in dieser Platanenallee, durch die ich oft komme, die Bäume seit Juni ihre Blätter. Dadurch sieht es jetzt im August schon aus wie im Herbst. Im letzten, regenreichen Jahr passierte das nicht und der Fußweg lag im Schatten der Bäume. Es regnet zu wenig, und das jetzt über mehr als 10 Jahre, und die Pflanzen leiden sichtbar. Auch während der Trockenheit regnet es manchmal Vor einiger Zeit nun kam fast ein Starkregen, in kurzer Zeit fielen über 20 Millimeter Niederschlag. 20 Liter Wasser auf jeden Quadratmeter, die hätten helfen können. Was ist nun mit diesem kostbaren Wasser passiert? Mein Vater, der dort wohnt, hat es mir berichtet:…

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Ein Kleinklärwerk mit Pflanzenkohle

Wasser aus dem Kleinklärwerk

Leicht verschmutztes Wasser, sogenanntes Grauwasser, kann theoretisch die Bewässerungslücke für viele Gärten schließen. Statistiken sagen, das jeder Deutsche durchschnittlich mehr als 30.000 Liter davon im Jahr produziert. Nun ist dieser Wert allerdings nur von theoretischer Bedeutung, weil es den Boden völlig überfordern würde, solche Mengen Wasser zu klären, auch wenn es nicht stark verschmutzt ist. Aber ein Kleinklärwerk könnte doch dabei helfen. Es filtert den größten Teil der Schmutzpartikel aus dem Wasser, die z.B. beim Gemüseputzen hineingekommen sind, so dass man es danach zum Gießen verwenden kann. Das Kleinklärwerk hat 3 Kammern Ein solches, selbst gebautes, Kleinklärwerk steht nun in meinem Garten. Darin wird das Wasser überwiegend durch Pflanzenkohle geklärt, die neben ihren vielen guten Eigenschaften für den Boden auch als Filterkohle wirken kann. Inspiriert dazu hat mich die Frage einer Zuhörerin meines Wasser-Einstiegsvortrages. Ihr Klärteich kam nämlich mit dem Fett nicht klar, das oft oben auf dem Grauwasser schwimmt….

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Waldgartengestaltung, ein Online-Schnupperkurs

Waldgärten kommen durch ihren hohen Anteil an tiefwurzelnden Pflanzen besonders gut mit Trockenperioden zurecht. Deshalb wird mein Garten hinterm Haus zum Waldgarten. Da ist es für mich natürlich wichtig, mich mit der Waldgartengestaltung auszukennen. Es gibt gute Bücher zu dem Thema und es werden im Internet auch Kurse angeboten. So habe ich im letzten Jahr waldgarten.global kennengelernt und wir haben uns entschieden, zusammen zu arbeiten. “Wasser meets Waldgarten” sozusagen. Wer sich auch für das Konzept “Waldgarten” interessiert, der kann am nächsten Samstag, dem 28.05.2022, kostenlos dazulernen: Im Schnupperkurs gibt uns Reinhard einen Einstieg in die vielfältigen Möglichkeiten der Waldgartengestaltung. Ausgehend vom Prinzip der sieben Schichten geht es um den Prozess der Planung unter Berücksichtigung der Boden- und Standortverhältnisse. Große Bedeutung hat auch die optimale Wegführung. Reinhard wird uns zudem zeigen, wie man mit den nahezu unbegrenzten Möglichkeiten der Pflanzenvielfalt zurecht kommt. Es wird natürlich auch die Gelegenheit geben, Fragen zu…

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Von Brennnesseljauche und anderen Veranstaltungen

Das Frühjahr ist im vollen Gange, die Apfelbäume blühen und möchten bald gedüngt werden. Inzwischen sind die überall sprießenden Nesseln groß genug, dass man dafür Brennnesseljauche ansetzen kann. Da auch die Veranstaltungssaison bald losgeht, ist es gut, dass das so schnell geht. Ich brauche sie, um damit meine Pflanzenkohle mit Nährstoffen aufzuladen, ehe sie auf die Beete kommt. Das Rezept dazu ist denkbar einfach. In den 20Liter-Eimer habe ich die Brennnesseln gedrückt und ihn mit Wasser aufgefüllt, bis die Blätter bedeckt sind. Anfangs habe ich die Blätter noch mit einem Stein beschwert, damit sie nicht aufschwimmen und trocken liegen. Nach 3 oder 4 Tagen ist das nicht mehr nötig. Nach 14 Tagen ist die Jauche soweit, dass die Pflanzenkohle hineinkommt. Bis Ende April muss ich noch warten. Mitte Mai wird meine aufgeladene Kohle soweit sein, dass ich sie auf den Beeten verteilen kann. Brennnesseljauche ist eines von 4 Verfahren Das…

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Ein Buch feiert Geburtstag

Buch Wasser ernten

Ein Jahr ist es nun her, dass “Wasser ernten” herauskam. Ein Buch zu schreiben und zu veröffentlichen, ist, finde ich, etwas ganz besonderes. Und wenn es dann noch “Self-Publishing” ist, heißt das auf deutsch, dass man sich um alles, wirklich alles selber kümmern muss. Da war es gut, dass mir Margot, die sich mit so etwas auskennt, dabei sehr geholfen hat. Das ist jetzt ein Jahr her. Seitdem ist viel passiert, ich durfte viele, ganz überwiegend positive Erfahrungen machen. So haben wir zwei die Gelegenheit genutzt, zurückzuschauen auf die Zeit, in der das Buch entstand, und auf das letzte Jahr, in dem es darum ging, das es möglichst viele interessierte Menschen anspricht. Für mich war es das erste Buch und für sie war es die erste Autorenbegleitung. Wir freuen uns schon beide auf “Wasser ernten 2”, mit dem wir möglichst noch in diesem Frühjahr anfangen wollen. Eine Ideensammlung mit Themen…

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Krautschicht im Waldgarten

Ein Waldgarten ist in Schichten aufgebaut. Die Schicht, die den Boden bedeckt, heißt dabei Krautschicht. Die Pflanzen der Krautschicht müssen dabei mit dem Licht auskommen, das die größeren Pflanzen (Bäume, Sträucher) durchlassen. Man braucht also Pflanzen, die im Halbschatten oder auch im Vollschatten gedeihen können. Diese Pflanzen bilden eine lebende Mulchschicht, die den Boden vor direkter Sonneneinstrahlung und Starkregen schützt. So tragen sie im Garten dazu bei, dass das Wasser optimal genutzt wird und keinen Schaden anrichtet. Dabei sollen die Pflanzen der Krautschicht nach Möglichkeit auch noch auf andere Weise nützlich sein. Der Bärlauch zum Beispiel, der früh im Jahr wächst und blüht, liefert eine leckere Ernte. Im Sommer darf er ruhig im Vollschatten liegen, dann ist er schon lange verblüht und wartet unter der Oberfläche auf die nächste Saison. Im späten Winter die Krautschicht verstärken Jetzt im späten Winter oder Vorfrühling ist die Zeit, in meinem Garten die Krautschicht…

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Was Dich nährt – Online-Kongress

Was Dich nährt - Wasser ernten

Heute möchte ich Euch wieder zu einer Online-Veranstaltung einladen. Dieses mal geht es um den Online-Kongress “Was Dich nährt”, den Iris Zimmer inzwischen das dritte Mal organisiert. Dabei geht es in diesem Jahr um die vielen Aspekte der Selbstversorgung. 38 Experten zu diversen Themen geben dort ihr Wissen zu ihren jeweiligen Fachgebieten weiter. Unter anderem geht es um: Permakultur für den Selbstversorger-Garten wie lege ich einen (Balkon) Garten an Effektive Mikroorganismen (EM) Kompost | Humus | Terra Preta Saatgutvermehrung essbare Wildpflanzen / Wildkräuter artgerechte Bienenhaltung Naturkeller Pilze selbst anbauen Hochbeete anlegen Online-Kurse sind für Wasser ernten ein wichtiges Thema. Als Iris mich fragte, habe ich deshalb nicht lange nachgedacht und zugesagt. Daraufhin hat sie mich interviewt und das Video für den Kongress aufgezeichnet. Bei meinem Interview geht es natürlich, wie sollte es anders sein, ums Thema Wasser. Denn wer sich erfolgreich selbst versorgen will, der sollte sich damit auskennen, welche…

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Vorträge zu nachhaltiger Wassernutzung

Online-Vortrag Wasser ernten - das große Ganze

Seit dem letzten Herbst gibt es den Online-Einstiegskurs “Wasser ernten”. In 2 Stunden erfahren die Teilnehmer, was sie für eine nachhaltige Nutzung des Regenwassers in ihrem Garten und Haus tun können. Ein Teil des Kurses besteht aus aufgezeichneten Vorträgen, die ich gehalten habe. So haben auch die Teilnehmer, die den Termin nicht einhalten konnten, die Möglichkeit, ihn anzuschauen. Und auch die anderen können ihn ein weiteres Mal hören. Online-Vorträge schauen, wenn man selbst Zeit hat So ist die Idee entstanden, meine Vorträge grundsätzlich auch unabhängig von einem Kurstermin anzubieten. Der erste Vortrag ist nun fertig. In ihm geht es um’s große Ganze: Wie beeinflussen wir durch unseren Umgang mit Wasser das Klima? Was haben die Pflanzen in unserem Garten damit zu tun? Jeder Garten und jedes Grundstücke ist anders. Welche konkreten Maßnahmen für Ihren Grund die richtigen sind, hängt von Ihren persönlichen Voraussetzungen ab. Nicht jede der Strategien zu einem…

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Ernte im Januar

Der Garten ist jetzt in der Winterpause. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob es keine Ernte im Januar gäbe. Die vorherrschende Farbe, wenn man von oben auf den Garten schaut, ist das Braun des Mulchs. Aber ein paar grüne Flecken sind doch zu erkennen. Dabei fällt vor allem die Polster-Glockenblume auf und die Wasserlinsen im Tümpel. Beide sind essbar. Dabei ist die Wasserlinse ein guter Eiweißlieferant. Man muss sie aber gut würzen, sie selbst schmeckt nach gar nichts. Die Glockenblumen sind ein leckerer Salat. Wenn man genauer hinschaut, findet man aber noch mehr: Löwenzahn und Ackersenf bereichern derzeit den Speiseplan und auch vom Knoblauch kann man naschen. Die Vogelmiere ist im Garten noch nicht so weit, dass man sie ernten kann. Auf dem Balkon hat sie in diesem Jahr einen deutlichen Vorsprung. So gibt es doch noch eine Ernte im Januar. Ernte im Januar auf dem…

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